Let’s not talk about Dead Space (again)

Zeit für ein bisschen Introspektive. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle über Dead Space schreiben. Eine Reihe, die mir sehr am Herzen liegt, und auch vielen anderen. Besonders gemerkt hat man das an den Reaktionen zum Remake des ersten Dead Space von Motive Studio, welches vor Kurzem angekündigt wurde.

Doch genau hier lag mein Problem: Was kann ich dem Diskurs über das Spiel noch hinzufügen?

Schon seit Release wird es bewundert. Absolut zurecht, wie ich finde. Über das diegetische Interface, das so gut wie nie mit dem Spielgeschehen bricht, wurde schon viel gesagt. Die Atmosphäre ist aufgrund der exzellent gealterten Grafik immer noch fantastisch. Auch das Gameplay hat eigentlich keine Staubspuren. Und noch vor God of War (2018) fand das gesamte Spiel in eigentlich nur einer Kamerafahrt statt. Nach über 10 Jahren ist die Reihe für Horror und Sci Fi Fans eine Pflichtempfehlung, wenn sie es nicht eh schon längst gespielt haben.

In meinem zuerst geschrieben Text, habe ich diese Punkte nochmal ausführlich dargestellt. Ich gehe darauf ein, wie das Spiel alle möglichen Elemente aus dem Sciene Fiction Horror so geschickt rekombiniert, dass es fast auf gleicher Höhe mit den Klassikern, besonders aus dem Filmbereich, steht. Aber neue Erkenntnisse waren das in meinen Augen nicht.

Das erneute Abarbeiten an Tropes scheint mir ebenfalls wenig zielführend. Was z.B. Eugen Pfister im Rahmen des Projects Horror Game Politics über Dead Space Extraction geschrieben hat, ist, gerade was die Mythen von Dead Space angeht, auch beim ersten Serienteil aktuell. Auch Noah Caldwell-Gervais ausführliche Analyse kann ich hier sehr ans Herz legen. In knapp zwei Stunden nimmt er die Reihe Teil für Teil auseinander. Zwar sieht er die Schweigsamkeit von Isaac im ersten Teil ein bisschen anders, kommt aber zu ähnlichen Schlüssen, was das Spiel insgesamt angeht.

Ein erneutes, wortreiches Loblied auf den Serienerstling spare ich mir also an dieser Stelle. Kein „endlich mal gespielt“, oder dass es ein vermeintlicher „Geheimtipp“ sei.  Das wird mich aber nicht davon abhalten, generell über Dead Space zu schreiben. Als Reihe bieten noch zwei vollwertige Fortsetzungen genug Stoff, für neue Betrachtungswinkel. Denn gerade sie sind in meinen Augen durchaus missverstandene Spiele. Teil zwei, weil er nicht unbedingt dem beliebten Vergleich von Alien und Aliens folgt und Teil drei, der nicht das Desaster ist, für das er oft gehalten wird – und den ich auch sehr schätze, trotz deutlicher Versäumnisse.

Dabei wird mir aber auch klar, dass ich das Remake nicht wirklich brauche. Natürlich freue ich mich, dass Dead Space wieder Aufmerksamkeit bekommt, aber eine Überarbeitung hat das Spiel eigentlich nicht nötig. An dieser Stelle hätte es ein aufwendigeres Remaster sicher auch getan. Ob die Entwickler dem Spiel noch etwas hinzufügen können, ohne es zu entstellen, ist mir nach meiner Betrachtung, ehrlich rätselhaft.

Und ob sich daraus ein potentielles Dead Space 4 ergeben kann, steht noch in den Sternen. Da sich Horror in der Regel eher nicht so gut verkauft, lasse ich mal nicht zuviel Hoffnung aufkommen.


In der ersten Gedankenkrämerei zu Dead Space 3 ist mir allerdings noch ein Spiel eingefallen, dass ich vermutlich mehr gemocht habe, als die meisten damals: Lost Planet 3. 2013 war wohl das Jahr der 3rd Person Shooter auf Schneeplaneten…Dazu kommt sicher auch mal was.

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